Frühlingsblumen überall zu entdecken…..nur nicht in unserem Garten
Wow, ist das schön. Angenehme Temperaturen, überall fängt es an zu blühen und die Tiere werden wieder aktiv. Tatsächlich, der Frühling ist endlich da. Bei uns im Garten blühen seit dem Wochenende die Hängekätzchenweide und die Mirabelle ist in voller Pracht. Es hat sich wieder das berühmte rege Treiben der Bienen, Hummeln und Schmetterlinge eingestellt.
Ein bienenfreundlicher Garten braucht Frühlingsblumen
Die üppige Frühlingspracht hat sich dieses Jahr jedoch überraschend spät gezeigt. Vor zwei Wochen sah es in unserem Garten noch sehr kahl aus. In diesem Frühjahr ist uns etwas besonders bewusst geworden, was wir die Jahre davor nicht richtig wahrgenommen haben. Unser Garten hat einfach zu wenige Frühlingsblumen. Denn gerade im zeitigen Frühjahr brauchen die Bienen und Hummeln mehr Nahrung. Jetzt blühen natürlich die Weide und Mirabelle und auch einige kleine Wildpflanzen, wie Taubnessel, Gänseblümchen, Ehrenpreis sorgen für Bienennahrung. Aber bis Ende März hatten wir keine Blühpflanzen im Angebot. Ein einziger Krokus zeigte sich in unserem Garten, um den sich die vielen Bienen und Hummeln, die schon unterwegs waren streiten mussten. Das hat uns wirklich traurig gemacht.
So beobachteten wir Bienen, Hummeln und Insekten bei ihrer verzweifelten Nahrungssuche. Dabei wurde uns klar, das muss sich nächstes Jahr ändern. Wir brauchen mehr Frühlingsblumen. Geht es Euch genauso?
Eine gute Vorbereitung ist Teil des Erfolges
Wir wollen also in der nächsten Gartensaison für mehr Nahrungsangebot im zeitigen Frühjahr sorgen. Damit die Blütenpracht dann auch im nächsten Jahr da ist, muss dieses Jahr schon vorgesorgt werden. Denn die meisten Frühlingsblumen werden bereits im Vorjahr gepflanzt. Dafür haben wir uns überlegt, suchen wir die TOP 6 Frühlingsblumen für unseren bienenfreundlichen Garten im zeitigen Frühjahr und schauen, wieviel von diesen Pflanzen in unseren Naturgarten passen. Dann wählen wir einige aus.
1. Blaustern
Kurzvorstellung
Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia)
weitere Namen: Szilla, Sternhyazinthe, Meerzwiebel
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Gattung: Blaustern (Scilla)
Blüte: März – April
Vorkommen: heimisch
Pflanzzeit: Sep-Dez (frostfrei)
Größe: 10-15 cm
Standort: sonnig bis halbschattig, Boden: nährstoffreich, durchlässig, nicht zu lehmig
Die Masse machts
Wie man erstmal weniger vermuten würde, zählt man den zweiblättrigen Blaustern seit einiger Zeit zu den Spargelgewächsen. Es handelt sich um einen Geophyten, der sich in den warmen Sommermonaten unter die Erde zurückzieht und dort als Zwiebel überdauert. Im März und April kommt dann seine große Zeit. Auch wenn er nicht besonders groß ist und man ihn mit seinen 10 bis 15 cm Größe auch schnell übersehen könnte. Einzeln mag der zweiblättrige Blaustern dabei eher unscheinbar und zierlich wirken. Über Samen und Tochterzwiebeln verbreitet er sich jedoch stetig im Garten. Nach einigen Jahren verbreitet sich die Pflanze und bildet ausgedehnte, wunderschöne, blaue, rasenartige Teppiche. Das ist dann gar nicht mehr so unscheinbar. Die kleinen Blüten sind nebenbei auch noch eine tolle Bienenweide mit einem mittleren Pollen- und Nektarwert. Besonders Mauerbienen profitieren von dem Blütenangebot.
Der zweiblättrige Blaustern ist bei uns heimisch und einer von 90 Blausternarten, die weltweit existieren. Hierzulande ebenfalls sehr weit verbreitet ist sein eingebürgerter Verwandter der sibirische Blaustern (scilla sibericus). Jedoch handelt es sich bei letzterem um einen eingebürgerten Neophyten, der dem heimischen Blaustern aber zum verwechseln ähnlich sieht.
Schön, giftig und geschützt
Die zierliche Schönheit ist in freier Wildbahn eher selten und häufiger als Pflanzung in Gärten oder Parks anzutreffen. Dabei ist der zweiblättrige Blaustern durch das BNatSchG besonders geschützt. Also dürfen die Pflanzen nicht gepflückt werden. Das bedeutet in freier Wildbahn, nur gucken, nicht anfassen. Was aber auch nicht nötig oder sinnvoll ist. Denn alle Pflanzenteile sind giftig
Wie kommt die Pflanze in meinen Garten
Die Zwiebeln können im Gartenfachhandel erworben werden. Diese werden am besten im Spätsommer, im September, in den Boden gebracht. Möglich ist das auch noch bis in den Dezember, dann sollte der Boden aber frostfrei sein. Die Zwiebeln werden 5 bis 10 cm tief in den Boden gebracht. Die Pflanzen vermehren sich dann über Samen und über Tochterzwiebeln, die von der Mutterpflanze gebildet werden. So bilden sich dann auch die wundervollen Blütenteppiche.
Der Blaustern mag es sonnig bis halbschattig. Daher eignet er sich auch als Unterpflanzung für Bäume oder Sträucher, vorausgesetzt ein paar Sonnenstrahlen erreichen dort im März oder April den Boden. Dabei ist er, was den Boden betrifft keine Diva. Besonders geeignet sind jedoch humose, durchlässige Böden. Wichtig ist, dass es keine Staunässe gibt und keine pH-Wert Extreme in die eine oder andere Richtung. Wichtig ist ebenfalls, die Blätter der Pflanze erst zurückzuschneiden, wenn diese vergilbt sind. Über die Blätter sammelt die Pflanze nämlich wichtige Energie, die dann in der Zwiebel gespeichert werden. Werden die Blätter zu früh zurückgeschnitten, ist nicht genug Energie zum Austreiben im nächsten Jahr vorhanden.
2. Echtes Lungenkraut
Kurzvorstellung
Echtes Lungenkraut aka Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
Ordnung: Raublattartige (Boraginales)
Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
Gattung: Lungenkräuter (Pulmonaria)
Blüte: März-Mai
Vorkommen: heimisch
Pflanzzeit: März-April
Größe: 10-40 cm
Standort: Halbschattige bis schattige Standorte; nährstoffreiche und durchlässige Böden
Das Lungenkraut ist gut für die Atemwege
Das echte Lungenkraut hat seinen Namen wegen der positiven Wirkung auf unsere Atemwege und den hellen Flecken auf den Blättern. Es gehört zu den Frühlingsblumen, welche bei günstiger Witterung schon im Februar die Blüten öffnen. Die 1 Zentimeter langen Kronröhren sind nur langrüsseligen Bienenverwandten und Schmetterlingen zugänglich. Das echte Lungenkraut ist jedoch sehr beliebt als Bienenweide, da die Blüten einen überdurchschnittlichen Nektarwert aufweisen. Zudem sehen die Blüten wunderschön rot bis violett-blau aus.
Das Lungenkraut wird sowohl in der Naturheilkunde sowie als milde Zutat in Speisen verwendet. Hildegard v. Bingen empfahl dieses Kraut schon früh gegen Atemwegserkrankungen.
Eigenschaften:
- Entzündungshemmend
- Schleimlösend
- Hustenlindernd
Die jungen, frischen Blätter und Blüten eignen sich gut im frischen Salat oder als Verfeinerung eines Rohkostgerichtes. Wichtig ist, dass sie fein geschnitten werden, damit Sie sanft im Mund zergehen. Der Geschmack der Pflanzenteile erinnert an Gurke. Bei Heiserkeit, Halsschmerzen und Husten wirkt ein Tee aus Lungenkraut wohltuend. Dafür kann das gesamte oberirdische Kraut der blühenden Pflanze genommen werden. 2 TL Kraut und auf 250 ml kochendes Wasser reicht für einen angenehmen Tee.
Lungenkraut- Aussaat und Anbau
Die Pflanze sollte zwischen März und April ausgesät werden. Das echte Lungenkraut ist Kaltkeimer und braucht Fröste, um zu keimen. Die Samen sollten nicht tiefer als 0,5 cm in den Boden gedrückt werden, weil das Lungenkraut ein Lichtkeimer ist. Der Pflanzabstand liegt idealerweise bei 15-20 cm.
Lungenkräuter können sowohl im Garten als auch auf dem Balkon Ihre Heimat finden. Für die Kultivierung auf dem Balkon brauchen sie eine Nord- oder Westausrichtung. Die Pflanze mag es mäßig feucht und wächst gerne im Halbschatten. Im Winter ist keine weitere Pflege notwendig, da sie sehr winterhart ist. Nach dem Ende der Blütezeit empfiehlt sich ein Rückschnitt.
Vermehrung:
Der Fruchtstängel neigt sich bei der Reife zur Erde und die Frucht wird dadurch zum Selbstaussäer. Die Fruchtreife erfolgt zwischen Mai und Juni.
3. Die Kegelblume
Kurzvorstellung
Kegelblume aka Puschkinie (Puschkinia scilloides)
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Gattung: Puschkina (Puschkinia)
Blüte: März-April
Vorkommen: Libanon, Türkei, Kaukasus, unbeständiger Neophyt
Pflanzzeit: Sep – Nov (Dez)
Größe: 10-20 cm
Standort: sonnig bis halbschattig, trocken bis feucht
Die Geschichte der Puschkinie
Seit etwa 150 Jahren wird die Puschkinie in der europäischen Gartenkultur geschätzt. Der Name leitet sich von dem russischen Gelehrten Apollos Apollossowitsch Graf Mussin-Puschkin (1760-1805) ab. Seine Leidenschaft war das Pflanzensammeln und Entdecken. Da er sehr wohlhabend war, investierte er viel Geld in russische Forschungsexpeditionen. Dabei wurde auch die Puschkinie entdeckt und zu Ehren nach ihm benannt. Im Deutschen wird Sie auch Kegelblume genannt, dieser Name hat sich aber noch nicht so stark durchgesetzt.
Kegelblumen sind eine seltene Schönheit im Garten
Puschkinien sind in unseren Gärten noch eher selten anzutreffen, obwohl sie wunderschön sind. Sie haben Ähnlichkeit mit dem Blaustern und werden daher auch Scheinscilla genannt. Die bezaubernden weißen Blüten überzeugen mit taubenblauen Mitteladern an jedem Blütenblatt.
Puschkinien sind robust und ausdauernd. Sie kommen an vielen Standorten zurecht, freuen sich aber über einen nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Im Naturgarten bieten sich die Kegelblumen zur gezielten Verwilderung an. Durch Samen und Tochterzwiebeln bahnen sie sich ihren Weg.
Wie kommt die Puschkinie in meinen Garten
Die Puschkinie bevorzugt einen lockeren und humosen Boden, ist aber insgesamt recht anspruchslos. Die Zwiebeln werden im Herbst eingesetzt. Dabei sollte die Pflanztiefe 5-10 cm betragen. Wenn die Kegelblume den Standort mag, vermehrt sie sich von ganz alleine. Puschkinien können bis in den Mai hinein blühen und überzeugen mit den wunderschönen Blüten. Auch auf der Terrasse oder dem Balkon strahlen die zarten Kegelblumen mit ihrem sanften Charme.
4. Die Sternhyazinthe
Kurzvorstellung
Sternhyazinthe (Chionodoxa luciliae)
andere Namen: Schneestolz oder Schneeglanz
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Gattung: Sternhyazinthe (Chionodoxa)
Blüte: März-April
Vorkommen: Türkei, unbeständiger Neophyt
Pflanzzeit: Oktober-November
Größe: Schneestolz: 5-10 cm
Schneeglanz: 10-20 cm
Standort: Sonnige Standorte, lichter Schatten unter Sommergrünen Gehölzen, durchlässiger Gartenboden
Herkunft der Sternhyazinthe
Der Gemeine Schneestolz sowie die große Sternhyazinthe Schneeglanz stammen aus der Türkei. Sie wachsen dort natürlich an Berghängen. Die Sternhyazinthe ist bereits 1764 zum ersten Mal nach Deutschland gekommen. Erst im Jahr 1877 wurden die Chionodoxa als Frühlingsblumen importiert und sind seitdem bei uns in Kultur.
Die Sternhyazinthe verbreitet sich durch Ameisen
Das besondere an dieser Pflanze ist, dass sie zur Verbreitung einen besonderen Trick anwendet. Sie bildet an ihren Samen einen kleinen, fett- und zuckerhaltigen Anhang, das Elaiosom. Dieser ist sehr nähstoffreich und lockt Ameisen an. Anschließend tragen die Insekten die Samen in ihren Bau. Der nährstoffreiche Köder wird gefressen, den Samen passiert dabei jedoch nichts. Der Samen wird aus dem Nest transportiert und keimt später in der Nähe des Nestes. Der Vorteil ist, dass dort ein nährstoffreicher Boden ist, der ideale Keimbedingungen bietet. Ein weiterer populärer Vertreter, der sich auf die selbe Art verbreitet, ist das Schneeglöckchen. Auch der Winterling, Blaustern und Krokus nutzen diese Verbreitungsmethode erfolgreich. Man nennt diese Art der Verbreitung Myrmekochorie.
Wie kommt die Sternhyazinthe in meinen Garten
Die perfekte Pflanzzeit für die etwa haselnussgrossen Zwiebeln ist der Oktober. Dabei sollte die Pflanztiefe ca. 10 cm betragen und der Abstand zwischen den Zwiebeln bei 6-8 cm liegen. Die Sternhyazinthe bevorzugt ein durchlässigen Boden, Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Die Sternhyazinthe bietet sich zum Verwildern an und breitet sich in der Regel selbst aus.
weitere Frühlingsblumen, die von Bienen gerne besucht werden und häufig im Garten anzutreffen ist, ist die kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides). Sie bietet sich ebenfalls wunderbar für den Naturgarten an und eignen sich zum verwildern.
5. Der Winterling
Kurzvorstellung
Winterling (Eranthis hyemalis)
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Gattung: Winterling (Eranthis)
Blüte: Februar-März
Vorkommen: eingebürgerter Neophyt
Pflanzzeit: September-Oktober (Knollen), Frühling blühende Pflanzen einpflanzen
Größe: 5-15 cm
Standort: halbschattig, windgeschützt, keine Staunässe, keine Trockenheit
Der Winterling ist hierzulande eine der ersten Frühlingsblumen, vielleicht sogar die Erste, die manchmal schon lange vor dem Frühling blüht. In milden Wintern zeigen sich die gelben Blüten des Winterlings nämlich schon im Januar statt im Februar. Weltweit hat er sieben Verwandte. Ursprünglich stammt er aus dem wärmeren Südeuropa. Von dort aus kam er als Zierpflanze zu uns nach Mitteleuropa und nach Deutschland und wurde gern in Parks und Gärten angepflanzt. Inzwischen ist er ein eingebürgerter Neophyt und häufig der erste Frühlingsbote, wenn der Frühling noch gar nicht richtig begonnen hat.
Der Start in den Frühling
Der Winterling überdauert als Wurzelknolle im Boden. Dort braucht er, wenn seine Zeit im sehr zeitigen Frühjahr naht, nur Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt um aktiv zu werden. Dann schiebt er sich nach oben und kann 5 bis 15 cm hoch werden. Seine Blüten sind leuchtend gelb und er verströhmt einen süßlichen Duft mit dem die ersten Insekten angelockt werden. Besonders Hummeln profitieren von den Blüten dieser Frühlingsblumen, denn auch sie sind schon zeitig und bei eisigen Temperaturen auf Nahrungssuche. Deswegen kann man ihnen mit einer Pracht aus Winterlingen eine besondere Freude machen, während wir uns an den frühen Farbtupfern im Garten erfreuen. Mal wieder Win-Win würd ich sagen. Weitere Insekten, die sich an der Blütenpracht erfreuen und für die Bestäubung sorgen sind Fliegen, Schwebfliegen, Honigbienen und die gehörnte Mauerbiene.
Vorsicht giftig
Der Winterling zählt zu den Giftpflanzen und gilt als stark giftig. In allen Teilen der Pflanze sind Herzglykoside enthalten, die können Überkeit, Erbrechen, Sehschwäche und Herzschwäche verursachen. Besonders viel von diesem Stoff steckt in der Knolle. Vom Verzehr wird also unbedingt abgeraten.
Nachdem die Blüten verblüht sind, bilden sich im weiteren Jahresverlauf die Balgfrüchte, die auch die Samen enthalten. Sind die Samen dann reif, ist die Balgfrucht nach oben offen und die Samen liegen wie auf einem Löffel. Bei einem Regenschauer werden die Samen dann bis zu 40 cm weit nach draußen geschleudert. Für die weitere Verbreitung sorgen auch in diesem Fall wieder Ameisen, die die Samen in ihren Bau schleppen. Die Pflanze zieht sich erst im Spätherbst wieder in den Boden zurück. Als Überdauerungsorgan dient dem Winterling eine Sprossknolle im Boden, keine Zwiebel, wie bei den anderen vorgestellten Frühlingsblumen. Aus der Knolle treibt er dann im nächsten Frühjahr wieder aus.
Pflegeleicht und nützlich
Der Winterling ist eine winterharte, mehrjährige Staude und gehört zu den pflegeleichten Frühlingsblumen. Er ist anpassungsfähig und kommt mit den unterschiedlichsten Böden zurecht. Ideal ist ein etwas wingeschützter Standort. Er ist auch als Unterpflanzung von Laubgehölzen und Sträuchern geeignet. Die Wurzelknollen können im Spätsommer bis zum Ende Herbstes in den Boden gebracht werden. Am besten eignen sich die Monate September und Oktober. Es wird empfohlen die Knollen vor der Pflanzung eine Nacht im Wasser vorquellen lassen. Dann werden sie 3 bis 5 cm tief gepflanzt. Halbschattige windgeschützte Standorte sind am besten geeignet. Gut durchlässige Böden, die nicht zu Staunässe neigen auch. Der Boden darf im Sommer nicht komplett austrocknen. Die Frühlingsblumen brauchen außerdem einen ruhigen Platz, wo nicht zu häufig oder gar nicht geharkt oder gehackt wird. Denn die Knollen des Winterlings liegen nur wenige Zentimeter unter Oberfläche. Nur dann kann sich die Pflanze über Samen weiter ausbreiten.
Was ebenfalls sehr gut bzw. am besten funktionieren soll, ist blühende Pflanzen, die man geschenkt bekommt oder im Gartencenter kauft in seinem Garten einzupflanzen.
Die Vermehrung der Pflanze über Samen ist etwas schwieriger, da es drei bis vier Jahre dauert, bis die, aus die Samen gezogene Pflanze, das erste Mal blüht.
6. Der Elfen-Krokus
Kurzvorstellung
Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus)
andere Namen: Dalmatiner-Krokus, Bauern-Krokus
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Schwertliliengewächse (Idraceae)
Gattung: Krokusse (Crocus)
Blüte: Februar-März
Vorkommen: eingebürgerter Neophyt
Pflanzzeit: September-November
Größe: 5-10 cm
Standort: halbschattig bis sonnig
Der Klassiker, aber ein Schöner
Krokus ist der Klassiker unter den Frühblühern. Er ist zusammen mit den Winterlingen einer der ersten Frühlingsboten. Es gibt etwa 80 Arten von Krokussen. Davon stammt die Mehrzahl aus dem Mittelmeergebiet. Der Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus) gehört zu den häufigsten Arten. Der Name soll andeuten, dass in den meist geschlossenen Blüten Elfen leben sollen. Der Name nimmt aber auch Bezug auf seine zarte Erscheinung und seine sanfte Farbe, die mit Elfenflügeln verglichen werden kann. Einmal ausgesetzt, verbreitet er sich oft erfolgreich und bildet nach wenigen Jahren dichte Blütenteppiche auf dem Rasen.
Krokusse haben keine Zwiebeln sondern sind Knollen-Geophyten. Es handelt sich um eine Wechselknolle. Dabei bildet sich die Knolle des aktuellen Jahres etagenförmig über der geschrumpften Knolle des Vorjahres. Die Knolle wird im Herbst zwischen September bis November in den Boden gebracht. Der Elfenkrokus verbreitet sich erfolgreich und schnell über seine Samen. Die legt er in seiner näheren Umgebung ab, indem er den Blütenkopf gen Boden neigt. Außerdem helfen wieder mal die Ameisen beim Verbreiten der Samen. Ziemlich fleißig die kleinen Krabbler. Will man die Blütenpracht im nächsten Jahr wieder bestaunen, sollte man nicht den Rasen mähen, bevor sich die Pflanze wieder unter die Erde zurückgezogen hat.
Und welche Frühlingsblumen habt Ihr in Eurem Garten?
Das sind unsere TOP 6 Frühlingsblumen und wir hoffen ihr habt Neues erfahren können. Wir jedenfalls werden uns kümmern, dass im Jahr 2019 mehr Nahrungsangebot für die Bienen im frühen Frühling zur Verfügung steht und freuen uns, wenn wir euch inspirieren konnten. Was sind eure Lieblings Frühlingsblumen? Kennt Ihr noch besonders bienenfreundliche Frühblüher?
Schaut gerne mal auf dieser Seite vorbei, hier findet Ihr den Nektar- und Pollenwert verschiedener Pflanzen.
Verlinkt bei Gartenglück und EiNaB
Bei mir im Garten war es ähnlich, alles kam sehr spät und die Bienen stritten um die wenigen Krokusse, die sich schon herausgewagt haben. Dabei habe ich schon einige dieser Pflanzen im Garten. Ich habe jetzt noch eine Kornelkirsche und eine Hamamelis gepflanzt, um den ersten Bienen mehr bieten zu können.
Liebe Grüße
Steffi